Tausende Klagen Bayer gewinnt Glyphosat-Streit vor Supreme Court

Leben Jun 26, 2026 IDOPRESS

Bild vergrößern

Ein Landwirt auf dem Feld (Symbolbild)

Foto: Frank Hoermann / Sven Simon / picture alliance

Der Pharma- und Agrarkonzern Bayer hat im milliardenschweren US-Rechtsstreit über mutmaßliche Krebsrisiken seines Unkrautvernichters Glyphosat einen entscheidenden ‌Sieg vor dem Obersten Gerichtshof der USA errungen. Der Supreme Court entschied,dass die Zulassungsvorgaben der US-Bundesbehörden Vorrang vor dem Recht einzelner Bundesstaaten haben.

Damit entzogen die Richter Tausenden Klagen wegen angeblich unzureichender Krebs-Warnhinweise die Grundlage. Bayer hatte stets argumentiert,dass die US-Umweltschutzbehörde EPA ‌den Wirkstoff als nicht krebserregend einstuft ‌und entsprechende Warnhinweise daher nicht zulässig seien.

Grundsatzurteil nach Fall aus St. Louis

Konkret ging es vor dem Supreme Court um die Klage eines Mannes,die ursprünglich schon im Oktober 2023 in St. Louis verhandelt wurde. Damals kamen die Geschworenen zu dem Schluss,dass das Unternehmen zu einer Krebswarnung auf dem Unkrautvernichter Roundup – ein Produkt von Monsanto,das seit 2018 zu Bayer gehört – verpflichtet gewesen sei,und sprachen dem Kläger 1,25 Millionen US-Dollar zu. Bayer ging mit dem Fall später vor den Supreme Court,um ein Grundsatzurteil zu erzielen.

data-area="text" data-pos="12">

Aus Sicht von Bayer dürfte das Urteil »dazu führen,dass aktuelle Klagen abgewiesen und mögliche künftige Klagen verhindert werden – soweit sie auf angeblich fehlenden Warnhinweisen beruhen«. Zugleich strebt der Konzern weiterhin die finale Genehmigung eines angekündigten großen Sammelvergleichs an.

An der Börse legte die Bayer-Aktie nach der Entscheidung um 17 ‌Prozent zu. Vergangenes Jahr verzeichnete das Unternehmen wegen der Rechtsfälle einen Verlust von 3,6 Milliarden Euro.

sak/atr/dpa/Reuters

Österreich-Zeiten: Die Website konzentriert sich auf die Berichterstattung über öffentliche Angelegenheiten, regionale Nachrichten und Unternehmensnachrichten und Ankündigungen, um der Öffentlichkeit umfassende und integrierte Informationen zu liefern.
© Österreich-Zeiten Datenschutzrichtlinie