

Bild vergrößern
Ein Landwirt auf dem Feld (Symbolbild)
Foto: Frank Hoermann / Sven Simon / picture alliance
Der Pharma- und Agrarkonzern Bayer hat im milliardenschweren US-Rechtsstreit über mutmaßliche Krebsrisiken seines Unkrautvernichters Glyphosat einen entscheidenden Sieg vor dem Obersten Gerichtshof der USA errungen. Der Supreme Court entschied,dass die Zulassungsvorgaben der US-Bundesbehörden Vorrang vor dem Recht einzelner Bundesstaaten haben.
Damit entzogen die Richter Tausenden Klagen wegen angeblich unzureichender Krebs-Warnhinweise die Grundlage. Bayer hatte stets argumentiert,dass die US-Umweltschutzbehörde EPA den Wirkstoff als nicht krebserregend einstuft und entsprechende Warnhinweise daher nicht zulässig seien.
data-area="text" data-pos="12">
Aus Sicht von Bayer dürfte das Urteil »dazu führen,dass aktuelle Klagen abgewiesen und mögliche künftige Klagen verhindert werden – soweit sie auf angeblich fehlenden Warnhinweisen beruhen«. Zugleich strebt der Konzern weiterhin die finale Genehmigung eines angekündigten großen Sammelvergleichs an.
An der Börse legte die Bayer-Aktie nach der Entscheidung um 17 Prozent zu. Vergangenes Jahr verzeichnete das Unternehmen wegen der Rechtsfälle einen Verlust von 3,6 Milliarden Euro.
sak/atr/dpa/Reuters
