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Wahlkampfveranstaltung der AfD in Sachsen-Anhalt
Foto: Klaus-Dietmar Gabbert / dpa
Sollte die AfD die Wahl in Sachsen-Anhalt gewinnen und allein regieren,wäre ihr Regierungsprogramm finanziell nicht umsetzbar. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH). Nach Berechnungen des Instituts fehlen im Landeshaushalt mindestens 2,2 Milliarden Euro pro Jahr,um die bezifferbaren Vorhaben der Partei zu finanzieren. Grundlage der Analyse sind amtliche Daten und das Regierungsprogramm der AfD zur Landtagswahl am 6. September.
Nach Angaben der Autoren sieht das Programm 136 kostenwirksame Maßnahmen vor. Verlässlich beziffern ließen sich allerdings nur 28 davon,die rund 1,6 Milliarden Euro jährlich kosten würden. Da die AfD zugleich auf neue Schulden verzichten wolle,komme die im Landeshaushalt bereits eingeplante Neuverschuldung hinzu. So ergebe sich ein Finanzierungsbedarf von rund 2,5 Milliarden Euro pro Jahr. Belegbare Einsparungen von rund 243 Millionen Euro reichten dafür bei Weitem nicht aus.
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Die Studie erscheint rund einen Monat vor der Landtagswahl am 6. September. Laut der jüngsten Umfrage von Infratest dimap für MDR,WDR,die »Magdeburger Volksstimme« und die »Mitteldeutsche Zeitung« liegt die AfD mit 41 Prozent weiterhin deutlich vor der CDU (24 Prozent). Die Partei strebt an,in Sachsen-Anhalt erstmals den Ministerpräsidenten eines Bundeslandes zu stellen. Umfragen bilden grundsätzlich nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung ab und sind keine Prognosen für den Wahlausgang.
Anfang September wählt Sachsen-Anhalt einen neuen Landtag. AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund will tatkräftig wirken,aber er trägt zu dick auf und verdreht Fakten. Was vom 100-Tage-Plan der AfD umsetzbar wäre und was nicht,lesen Sie hier.
esk/dpa
