Nach Kampagne von Aktivisten Aldi kündigt Tierschutzmaßnahmen für Garnelen an

Die Deutschen lieben Garnelen auf ihren Tellern. Die Zuchtbedingungen stehen aber in der Kritik. Nun reagiert Aldi und verspricht, schrittweise auf höhere Standards umzustellen.

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White Tiger Garnele (aus der Zucht in einem europäischen Start-up)

Foto: Ole Spata / dpa / picture alliance

In Deutschland werden viele Garnelen gegessen – Schätzungen gehen von rund 2,5 Milliarden Tieren pro Jahr aus. Damit zählen Garnelen in Stückzahl zu den am häufigsten verzehrten Tieren. Viele der hierzulande verkauften Garnelen stammen aus industrieller Aquakultur – häufig aus dem Ausland,etwa aus Asien oder Lateinamerika.

Tierwohl bei Garnelen ist bislang kein besonders beachtetes Thema. Tierschützer kritisieren die gängige Praxis,Garnelen vor der Schlachtung in Eiswasser zu bringen: Das führe nicht immer zuverlässig zur Betäubung – Tiere könnten bei Bewusstsein ersticken. Die elektrische Betäubung gelte laut aktuellem Forschungsstand als die tierschutzgerechteste Schlachtmethode,teilte das International Council for Animal Welfare (ICAW) mit.

Nun hat der Discounter Aldi höhere Standards in der Garnelenproduktion angekündigt. Nach Angaben von Aldi Nord beteiligt sich das Unternehmen gemeinsam mit Aldi Süd und weiteren Partnern an einer Studie zur elektrischen Betäubung der Tiere. Das Projekt soll 2028 abgeschlossen sein.

»Ab diesem Zeitpunkt wird Aldi bei seinen Warmwassergarnelen der Eigenmarke mit der Umstellung auf die elektrische Betäubung oder andere durch die Studie bestätigte Maßnahmen beginnen,mit dem Ziel,diese bis 2035 abzuschließen«,teilte Aldi Nord mit.

Das Unternehmen verpflichte sich,ab 2028 jährlich transparent über den Stand der Umsetzung von Betäubungsmethoden vor der Schlachtung zu berichten.

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Im Vereinigten Königreich haben sich laut ICAW mittlerweile alle großen Supermärkte mit konkretem Zeitplan zur Umstellung auf elektrische Betäubung verpflichtet. Auch in Frankreich und den Niederlanden hätten erste Händler nachgezogen.

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