Flixbus-Konkurrent BlaBlaCar stellt Fernbusbetrieb ein

Steigende Betriebskosten, umkämpfter Markt: Flixbus-Konkurrent BlaBlaCar beendet sein Fernbusgeschäft. Als Mitfahrplattform will das Unternehmen weiter aktiv bleiben.

Geschäft Apr 22, 2026 IDOPRESS

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Fernbus von BlaBlaCar

Foto: Antoine Boureau / Hans Lucas / picture alliance

Die in Frankreich ansässige Online-Mitfahrzentrale BlaBlaCar hat die Einstellung ihres verlustreichen Fernbusdienstes angekündigt. Der Anbieter,der auch Ziele in Deutschland anfährt,stellt damit sein nationales und internationales Liniennetz ein. Der Schritt erfolge wegen struktureller wirtschaftlicher Probleme und anhaltender erheblicher Verluste,teilte das Unternehmen in Paris mit. Angesichts eines sehr umkämpften Marktes und steigender Betriebskosten sei es nicht gelungen,den Verkehr weiter profitabel zu betreiben. In Frankreich verbleibt damit Flixbus als einziger Fernbusanbieter.

Bis zum Abschluss von Beratungen mit den Arbeitnehmervertretern soll der Verkehr zunächst weiterlaufen,teilte BlaBlaCar mit. Direkt betroffen seien 40 Beschäftigte,der Busverkehr selbst wird von Partnerunternehmen durchgeführt. Von Paris aus fuhr BlaBlaCar Bus in Deutschland unter anderem Köln,Düsseldorf,Stuttgart,München und Frankfurt an. Es gibt auch mehrere innerdeutsche Verbindungen. Im Jahr 2025 steuerte BlaBlaCar Bus nach eigenen Angaben 350 Ziele in Frankreich sowie anderen europäischen Ländern an.

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Als Mitfahrplattform und Vermittler von Bustickets anderer Anbieter bleibe BlaBlaCar weiter aktiv,teilte das Unternehmen mit. Den betroffenen Partnerunternehmen werde angeboten,die bisherigen BlaBlaCar-Linien in eigener Regie weiterzubetreiben,hieß es weiter.

In den Fernbusverkehr war BlaBlaCar 2019 mit der Übernahme der Fernbuslinien der französischen Staatsbahn SNCF eingestiegen. Seit einiger Zeit macht die Bahn in Frankreich den Fernbuslinien mit einem neuen Zugangebot gezielt Konkurrenz. Neben den schnellen und oft teuren TGV-Zügen setzt die SNCF auf nachfragestarken Verbindungen erneut klassische,langsamere Schnellzüge ein,für die es Tickets zu Schnäppchenpreisen gibt.

sol/dpa/AFP

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