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Betanken eines Autos: Kraftstoffe als Preistreiber
Foto: Rene Traut / IMAGO
Kräftig steigende Energiepreise nach dem Auslaufen des Tankrabatts haben die Teuerungsrate in Deutschland im Juli auf 2,8 Prozent getrieben. Waren und Dienstleistungen verteuerten sich um 2,8 Prozent zum Vorjahresmonat,nach 2,3 Prozent im Juni,wie das Statistische Bundesamt eine erste Schätzung bestätigte.
»Die Energiepreise verteuerten sich weiterhin überdurchschnittlich und blieben somit zentraler Preistreiber«,erläuterte die Präsidentin des Statistischen Bundesamtes,Ruth Brand.
Experten sehen durch das anhaltende Niedrigwasser am Rhein neue Inflationsgefahr. »Die deutsche Inflationsrate könnte dadurch temporär um bis zu einem halben Prozentpunkt ansteigen«,sagte Ökonom Felix Schmidt von der Berenberg Bank. Lieferengpässe und damit verbundene Knappheiten könnten viele Produkte verteuern.
»Die Preise von Ölprodukten wie Diesel sind verglichen mit Rohöl ohnehin bereits hoch,weil Raffinerien in den Golfstaaten sowie in Russland durch Kriegseinwirkungen ausgefallen sind«,erklärte Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer. »Der Inflationsdruck dürfte von dieser Seite wegen des Niedrigwassers im Rhein noch etwas steigen.«
Höhere Teuerungsraten schmälern die Kaufkraft: Die Menschen können sich dann für einen Euro weniger leisten. Das bremst den privaten Konsum,der eine wichtige Stütze der Binnenkonjunktur ist.
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Im Mai und im Juni hatte die Bundesregierung mit einer Senkung der Energiesteuer auf Benzin und Diesel um knapp 17 Cent pro Liter den Preisauftrieb bei Energie gedämpft.
mmq/Reuters/dpa
