Unprofitable Produkte mussten eingestampft werden, Bestellungen kommen schleppend: Der Autozulieferer ZF hat im vergangenen Jahr den Verlust verdoppelt. Schnelle Besserung ist offenbar nicht in Sicht.


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ZF-Fahne in Friedrichshafen: Keine schnelle Besserung in Sicht
Foto: Felix Kästle / dpa
Der Autozulieferer ZF hatte sich an milliardenschweren Investitionen in die Elektromobilität verhoben. Das macht sich nun in der Bilanz bemerkbar. Weil unprofitable Produkte für E-Autos abgeschrieben werden müssen,ist das Unternehmen noch tiefer in die roten Zahlen gerutscht. Der Verlust nach Steuern verdoppelte sich gegenüber dem schon schwierigen Vorjahr auf 2,1 Milliarden Euro,wie ZF mitteilte.
Das vorzeitige Ende von Projekten,die sich wegen des zu langsamen Hochlaufs von Elektroautos nicht rechneten,führte zu Sonderbelastungen von rund 1,6 Milliarden Euro. »Aber so nehmen wir Steine aus dem Rucksack für den Aufstieg in den kommenden Jahren«,sagte ZF-Chef Mathias Miedreich. ZF hatte schon Ende Januar auf die Belastung hingewiesen,diese aber noch nicht beziffert.
Die Krise der Autoindustrie verschärfte sich im vergangenen Jahr durch die hohen US-Importzölle,Lieferkettenprobleme und wachsende Billigkonkurrenz in China. Nach großen Übernahmen ist ZF zudem mit 10,2 Milliarden Euro hoch verschuldet.
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Der Konzern gehört zu 93,8 Prozent der Zeppelin-Stiftung,die vom Oberbürgermeister der Stadt Friedrichshafen geführt wird.
mmq/Reuters/dpa
