Daten des Statistischen Bundesamts Nur in jedem zehnten Paarhaushalt ist die Frau Hauptverdienerin

Lediglich bei jedem zehnten Paar hat die Frau ein höheres Einkommen als der Mann. In Familien mit Kindern ist der Anteil noch geringer. Eine Forscherin appelliert an Väter, Mütter mehr zu entlasten.

Leben Mar 4, 2026 IDOPRESS

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Paar im Homeoffice (Symbolbild): Ungleiche Einkommensverteilung

Foto: Justin Paget / Getty Images

Leben Frauen in heterosexuellen Partnerschaften,dann sind sie in Deutschland selten die Hauptverdiener. Nur in jedem ​zehnten Paarhaushalt (9,9 Prozent) erzielte die Frau ein höheres Nettoeinkommen als ihr Ehe- oder Lebenspartner,wie das Statistische Bundesamt mitteilte.

Bei 55,8 Prozent der zusammenlebenden Paare war es umgekehrt und der Mann der Hauptverdiener. In gut jedem dritten Fall (34,3 Prozent) lagen die Einkommen in etwa gleichauf. Als Haupteinkommensperson gilt,wer mit seinem persönlichen Nettoeinkommen 60 Prozent oder mehr zum Gesamteinkommen des Paares beiträgt.

Die Statistiker veröffentlichten die Zahlen anlässlich des ‌Internationalen Frauentags am 8. März. »Bei Paaren ohne Kinder im Haushalt ist das Ungleichgewicht zwischen Frauen und Männern als ​Haupteinkommensbeziehende zwar weniger stark,aber immer noch deutlich«,stellten die Statistiker fest. In 11,4 Prozent dieser Paarhaushalte hatte die Frau das höhere ⁠Einkommen,in ⁠50,1 Prozent der Mann. Bei 38,5 Prozent der kinderlosen Paare hatten beide ein in etwa gleich hohes Einkommen.

Viele Mütter arbeiten Teilzeit

In Paarfamilien mit Kindern im Haushalt sind Frauen noch seltener die Hauptverdienerin: Hier liegt der Anteil bei nur 7,7 Prozent. ‌In knapp zwei von drei Paarhaushalten mit Kindern (64,6 Prozent) war dagegen der Mann ​der Hauptverdiener. Bei 27,7 Prozent der Fälle hatten beide Partner ein ähnlich hohes Einkommen.

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»Frauen werden somit auch für vergleichbare Tätigkeiten im Schnitt ​schlechter bezahlt als Männer«,sagte Kohlrausch. Die Gehaltsdifferenz sei zudem ⁠das Ergebnis einer ungleichen Verteilung von Sorgearbeit,​die immer ​noch überwiegend von Frauen geleistet werde. »Ein Ausbau der Kinderbetreuung würde hier helfen«,so die WSI-Expertin. »Zugleich sind die Männer gefragt,endlich ihren Teil der Sorgearbeit zu ‌übernehmen.«

mmq/Reuters

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