Übernahmen von Unternehmen US-Investoren auf Einkaufstour in Deutschland

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Ventilator-Spezialist EBM-Papst: Finanzielles Polster für Investitionen

Foto: Daniel Maurer / dpa / picture alliance

US-Investoren greifen offenbar so entschlossen nach der deutschen Industrie wie seit Jahren nicht. Einer exklusiven Auswertung des Finanzdatenanbieters Pitchbook für das »Handelsblatt« zufolge gab es 2025 insgesamt 76 Übernahmen und Beteiligungen an deutschen Industrie- und Fertigungsunternehmen mit US-Beteiligung – der höchste Wert seit Beginn der Auswertung im Jahr 2022.

Insgesamt summierten sich den Angaben zufolge die Transaktionen 2025 auf rund 29,5 Milliarden Dollar. Das ist fast doppelt so viel wie im Jahr 2022. Bis zum 19. August dieses Jahres kamen bereits 23,9 Milliarden Dollar hinzu. Jüngster prominenter Fall ist die Übernahme des Ventilatorenherstellers EBM-Papst durch den US-Käufer Madison Air für 5,4 Milliarden Dollar.

Zugleich seien viele heimische Unternehmen teuer bewertet,weshalb US-Käufer verstärkt nach Zielen im Ausland suchten. Das verarbeitende Gewerbe in Deutschland profitieren da von seinem hervorragenden Ruf. Zudem gebe es keinen nennenswerten US-amerikanischen Fertigungssektor,der deutsche Unternehmen auf den globalen Märkten nachahmen und direkt mit ihnen konkurrieren könne,sagt der Ökonom.

Willi Westenberger vom US-Investor Carlyle fügt hinzu: »Was in Deutschland besonders hervorsticht,ist die große Bandbreite hoch spezialisierter mittelständischer Unternehmen,insbesondere in den Bereichen Industrie und Technologie.« Viele von diesen seien in ihren jeweiligen Märkten führend,sagte er laut »Handelsblatt«.

mik

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