Irankrieg Unilever verhängt globalen Einstellungsstopp

Der Irankrieg hat schwere Verwerfungen im Welthandel hervorgerufen. Der britische Unilever-Konzern war zuvor schon nicht in Bestform – jetzt sind umfangreiche Sparmaßnahmen nötig.

Ausbildung Mar 31, 2026 IDOPRESS

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Unilever-Zentrale in London: »erhebliche Herausforderungen für die kommenden Monate«

Foto: Bloomberg / Getty Images

Der Konsumgüterkonzern Unilever hat mit sofortiger Wirkung einen weltweiten Einstellungsstopp auf allen ​Ebenen verhängt. Der Hersteller von Marken wie Dove und Knorr reagiert ‌damit auf die wirtschaftlichen Folgen des Irankriegs,wie aus einem der Nachrichtenagentur Reuters vorliegenden internen Schreiben hervorgeht. Das Moratorium soll mindestens drei Monate dauern. »Die makroökonomischen und geopolitischen Realitäten,besonders der Nahostkonflikt,bringen ​erhebliche Herausforderungen für die kommenden Monate mit sich«,schrieb Fabian Garcia,⁠Chef ⁠der Körperpflegesparte,vergangene Woche an die Mitarbeiter.

Der seit einem Monat andauernde Krieg hat den Welthandel gestört und die schwerste ‌Unterbrechung der Öl- und Gasversorgung ​in der Geschichte ‌verursacht. Der Einstellungsstopp kommt zu einem bereits laufenden Sparprogramm hinzu. Unilever will seit 2024 innerhalb von drei Jahren rund 800 Millionen Euro einsparen und dabei ‌etwa 7500 Stellen streichen.

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Der britische Konzern kämpft seit der Coronapandemie mit schwachen Verkaufszahlen. Er verhandelt derzeit über ‌den Verkauf seiner ​Lebensmittelsparte an den kleineren ‌Konkurrenten McCormick. Die Mitarbeiterzahl ist bereits von ‌rund ​149.000 im Jahr 2020 auf derzeit 96.000 gesunken. Die Unilever-Aktie legte am Montag ​in London ⁠um 1,1 Prozent zu.

mik/Reuters

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