Konsumklima-Index Die deutsche Verbraucherlaune? Schlecht

Die Verbraucher schauen pessimistisch auf die Entwicklung ihres Einkommens und bleiben beim Konsum zurückhaltend. Das liegt auch am Irankrieg. Der Handel erwartet ein enttäuschendes Ostergeschäft.

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Verbraucher bleiben beim Konsum zurückhaltend

Foto: Rolf Poss / IMAGO

Der Irankrieg,damit verbundene Konjunktursorgen und in der Folge schwache Einkommenserwartungen: Die deutschen Verbraucher rechnen weiterhin nicht mit einem Aufschwung. Sie bleiben beim Konsum zurückhaltend.

Das für April berechnete Konsumklima-Barometer sank auf minus 28,0 Punkte und damit um 3,2 Zähler zum Vormonat,wie die GfK-Marktforscher und das Nürnberg Institut für Marktentscheidungen (NIM) am Donnerstag mitteilten. Vor allem die Erwartungen zum Einkommen,zuletzt wegen günstiger Tarifabschlüsse im Plus,drehten deutlich ins Minus.

Vor diesem Hintergrund erwartet der Handelsverband Deutschland für das diesjährige Ostergeschäft im Einzelhandel einen Umsatz von nur noch 2,1 Milliarden Euro – das wäre ein Rückgang um 6,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des HDE hervor.

60 Prozent der Verbraucher gingen davon aus,dass die Preise für Energie in der Folge des Krieges in Iran dauerhaft hoch blieben,sagte der NIM-Konsumexperte Rolf Bürkl. »Zwar reagieren die Anschaffungsneigung und die Sparneigung im Moment noch wenig auf die geopolitischen Ereignisse in Iran,aber die Verbraucher erwarten,dass die Inflation durch die gestiegenen Energiepreise wieder anzieht und die wirtschaftliche Erholung erneut gebremst wird«,betonte er.

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Für die Studie wurden im Zeitraum vom 5. bis zum 16. März 2026 im Auftrag der EU-Kommission rund 2000 Verbraucherinterviews geführt.

elu/dpa/Reuters

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