Kriselnder Chemiekonzern BASF-Chef verteidigt Milliardeninvestitionen in China

Trotz heftiger Kritik hat BASF in China einen neuen Standort errichtet. Nun räumt Konzernchef Kamieth ein, dass sich die Investition viel später auszahlen wird als geplant.

Ausbildung Mar 23, 2026 IDOPRESS

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BASF-Werk in Zhanjiang: »Wir verlagern nichts nach China«

Foto: BASF

Wenige Tage vor der Eröffnung eines neuen Chemiewerks in China hat BASF-Chef Markus Kamieth eingeräumt,dass sich diese Milliardeninvestition für den Konzern später als geplant lohnen wird. »Wir starten in einem überversorgten Markt,in dem die Preise und Margen auf einem historisch niedrigen Niveau liegen«,sagte Kamieth der »Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung«. »Die Profitabilität wird in den ersten Jahren daher deutlich unter dem sein,was wir uns ursprünglich vorgestellt hatten.«

Der neue Standort in Zhanjiang im Süden Chinas,der am kommenden Donnerstag eröffnet werden soll,hat nach Auskunft von BASF rund 8,7 Milliarden Euro gekostet. Es handelt sich um die größte einzelne Investition in der Geschichte des Unternehmens. Es soll die weltweit drittgrößte Produktionsstätte von BASF nach dem Stammsitz Ludwigshafen und Antwerpen werden.

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BASF-Chef Markus Kamieth

Foto: Uwe Anspach / dpa

Gleichwohl investiert der Konzern Kamieth zufolge nirgendwo so viel Geld wie am Stammwerk in Ludwigshafen. Das bleibe auch in Zukunft so. Der neue Standort sei zudem nicht dazu da,jüngst stillgelegte Anlagen in Ludwigshafen zu ersetzen. »Wir verlagern nichts nach China«,sagte Kamieth.

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Zu den Folgen des Irankriegs und der Blockade der Straße von Hormus für BASF sagte Kamieth: »Aktuell sind die Auswirkungen noch überschaubar. Die Straße von Hormus stellt für uns derzeit keinen unmittelbaren Engpass für Rohstoffe oder den weltweiten Produktvertrieb dar.«

hej/dpa-AFX

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