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Sendungen im Internationalen Postzentrum am Frankfurter Flughafen
Foto: Hannes P Albert / dpa
Millionen Pakete mit Online-Schnäppchen von Temu,Shein und anderen Anbietern aus Asien kommen täglich in der EU an. Bislang waren Sendungen bis 150 Euro zollfrei. Damit ist nun Schluss.
Ob Mode,Ladekabel oder Spielzeug: Wer günstige Waren außerhalb der EU bestellt,zahlt künftig Zoll. Bislang galt eine Ausnahme für Lieferungen mit einem Wert von unter 150 Euro. Diese Regelung endet nun. Verbraucher müssen sich auf höhere Kosten einstellen.
Pro Warengruppe in der Sendung werden pauschal drei Euro berechnet. Das heißt,für drei in einem Paket versendete T-Shirts im Wert von 30 Euro werden insgesamt drei Euro Zoll fällig. Kommt zum Beispiel ein günstiges Kinderspielzeug dazu,werden drei weitere Euro Zollgebühr fällig,also insgesamt sechs Euro.
E-Commerce-Expertin Karolin Junker de Neui von der Digitalberatung Etribes rechnet nicht damit,dass Anbieter oder Importeure die Kosten übernehmen. »Wir sehen bereits,dass die Preise auf den Plattformen steigen.« Die Kosten landeten also überwiegend bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern.
Lars Hofacker vom Handelsforschungsinstitut EHI geht davon aus,dass die »zusätzlichen Kosten zumindest teilweise an die Kundinnen und Kunden weitergegeben« werden,»denn gerade bei sehr niedrigpreisigen Artikeln ist der Spielraum begrenzt«.
Die chinesischen Online-Shoppingportale Shein und Temu beantworteten Anfragen zum Umgang mit den neuen Zöllen nicht.
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Die Pauschale gilt voraussichtlich bis zum 1. Juli 2028. Sie soll die Zeit überbrücken,bis eine neue digitale Plattform zur Abwicklung und Kontrolle an den Start geht. Dann sollen die üblichen Zollsätze je nach Warenwert,Ursprung und Wareneinstufung gelten.
hda/dpa
