Wieder Streit bei Nexperia China warnt vor neuer Chipkrise

Beim Chiphersteller Nexperia flammt der Konflikt zwischen der Zentrale in den Niederlanden und den Töchtern in China offenbar wieder auf. Peking warnt nun vor weltweiten Halbleiterengpässen.

Geschäft Mar 9, 2026 IDOPRESS

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Nexperia-Zentrale in Nijmegen: Handelsministerium in Peking sieht »neue Konflikte«

Foto: John Thys / AFP

China hat angesichts eines aufflammenden Konflikts beim niederländischen Chiphersteller Nexperia vor erneuten weltweiten Engpässen in der Halbleiter-Lieferkette gewarnt. Das Handelsministerium in Peking verwies am Samstag auf »neue Konflikte« zwischen der niederländischen Konzernzentrale und der chinesischen Tochtergesellschaft,‌die die Produktion gefährdeten.

Auslöser der Warnung ist der Vorwurf der chinesischen Nexperia-Sparte,die niederländische Muttergesellschaft habe die Bürokonten aller Mitarbeiter in China gesperrt. Dies habe »neue Schwierigkeiten und Hindernisse« für die Verhandlungen geschaffen,erklärte das Ministerium. »Sollte dies erneut zu einer globalen Krise in der Halbleiterproduktion und Lieferkette führen,müssen die Niederlande die volle Verantwortung dafür übernehmen.« Nexperia ist ein wichtiger Lieferant für die Autoindustrie,die Chips des Unternehmens stecken in zahlreichen elektronischen Fahrzeugsystemen.

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Nach der staatlichen ‌Intervention der Niederlande hatte sich der chinesische Arm von Nexperia von ‌der Kontrolle durch das europäische Management losgesagt. Seither werfen ‌sich beide Seiten unfaire Verhandlungspraktiken vor,während die niederländische Zentrale die Lieferung von Wafern an das Werk in der Provinz Guangdong wegen mutmaßlich ausbleibender Zahlungen ausgesetzt hat. Vermittlungsversuche von Peking,Den Haag und Brüssel blieben bislang erfolglos.

güh/Reuters

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