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Ver.di-Fahnen bei einer Kundgebung im Mai
Foto: Thomas Banneyer / dpa
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) will die Vorschläge der Rentenkommission vollständig umsetzen. In der Politik sind die Meinungen dazu geteilt. Und auch aus der Wirtschaft sind die Reaktionen gespalten. Wirtschaftsverbände reagieren überwiegend mit Lob,während aus den Gewerkschaften viel Kritik kommt.
»Die Vorschläge der Rentenkommission markieren wichtige Schritte auf dem Weg zu einer überfälligen Reform unseres Rentensystems«,sagte der Präsident der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK),Peter Adrian. Die Wirtschaft leiste bei der Alterssicherung einen enormen Beitrag. Sie sei deshalb sehr auf ein tragfähiges System angewiesen,das auch den Standort stabilisiere. »Für ein nachhaltig finanziertes Rentensystem brauchen wir aber nicht nur isolierte Reformschritte,sondern auch eine Wirtschaft,die wieder auf den Wachstumspfad kommt«,sagte Adrian. »Beides gehört zusammen.«
Der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) bewertet die Empfehlungen als fundierten Beitrag für eine dringend notwendige Strukturreform. Sie hätten das Potenzial,die hohen Kosten langfristig zu begrenzen und die Rentenversicherung für die Zukunft verlässlich aufzustellen. »Die Rentenkommission setzt wichtige Impulse und zeigt der Politik eine klare Richtung: Deutschland braucht eine Abkehr von immer höheren Beiträgen hin zu einer transparenten,generationengerechten und langfristig tragfähigen Gesamtstrategie«,sagte BVR-Präsidentin Marija Kolak. Dazu gehörten eine stabile gesetzliche Rente,eine leistungsfähige betriebliche Vorsorge und die konsequente,praxistaugliche Umsetzung der bereits beschlossenen Reform der privaten Altersvorsorge.
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Das Gewerkschaftslager kann den Vorschlägen der Rentenkommission auch positive Seiten abgewinnen. Gelobt wird der Vorschlag,Minijobs weitgehend abzuschaffen beziehungsweise deren Sonderbehandlung abzuschaffen. Etwa im Handel führe diese Erwerbsform schon heute millionenfach zu Altersarmut,betonte Ver.di. Richtig sei zudem der Vorschlag,Abgeordnete,Selbstständige und auch Vorstände von Aktiengesellschaften in die gesetzliche Rente einzubeziehen.
czl/Reuters
